Aufklärung - Widerstand - Selbstbehauptung. Die Geschichte der deutschsprachigen jüdischen Presse 1750 bis heute
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Aufklärung - Widerstand - Selbstbehauptung. Die Geschichte der deutschsprachigen jüdischen Presse 1750 bis heute
Seit mehr als 1.500 Jahren sind Juden in Deutschland beheimatet. Viele Jahre lebten sie entrechtet oder als geduldete Schutzjuden in den Städten und Dörfern, jederzeit von Verfolgung, Pogrom oder Vertreibung bedroht. Während schon unmittelbar nach der Entwicklung der Druckkunst durch Johannes Gutenberg Flugschriften und Einblattdrucke über wichtige Weltereignisse informierten und auch zur Verleumdung und Verfolgung der Juden genutzt wurden, entwickelte sich eine eigenständige jüdische Presse erst mit Beginn der Aufklärung Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt anhand ausgewählter Exemplare die Entwicklung der jüdischen Presse, ihre Versuche, über Religion und Lebensweise der Juden zu informieren, und ihre Auseinandersetzung mit judenfeindlichen und antisemitischen Publiktaionen. Sie belegt aber auch, dass durch innerjüdische Konflikte zwischen Orthodoxen, Zionisten, Liberalen und anderen jüdischen Gruppierungen die Wirkung der jüdischen Presse stark beeinträchtigt wurde.
Anna Zlotovskaya-Schult, früher erste Geige am Moskauer Bolschoi Theater und heute weltweit begehrte freie Performerin, spielt anlässlich der Ausstellung "Nigun" aus der Baal Shem Suite von Ernst Bloch in einer Version für Violine-Solo.